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harrison ford Wir vertrauen Harrison Ford, weil er prinzipienfest bis zur Sturheit ist - und trotzdem nicht humorlos.

lex. Er ist der klassische Westernheld in der Tradition von Gary Cooper und James Stewart, obwohl er noch nie in diesem uramerikanischen Genre tätig gewesen ist. Ridley Scotts "Blade Runner" mag zwar zur Not als futuristischer Asphaltwestern durchgehen mit Ford als Marshal auf der Jagd nach einer Replikanten-Bande, und in "Air Force One" agiert er als US-Präsident wie ein in die Enge getriebener Kleinstadtsheriff.
Harrison Ford war der Peitschen knallende Archäologe in Spielbergs Indiana-Jones-Trilogie, der von Tom Clancy erfundene, integre CIA-Mann Jack Ryan und 1977 der Raumschiffpilot Han Solo in George Lucas' Weltraummärchen "Krieg der Sterne". Aus Versatzstücken der Bibel und Abenteuer-Serials zimmerte Lucas mit einem kleinem Budget munter sein privates Evangelium. Für den damals 35-jährigen Ford bedeutete die Rolle nach einer jahrelangen Durststrecke mit mickrigen Kleinstrollen und demütigendem Klinkeputzen den Durchbruch. Der zynische Sprüche klopfende Hasardeur Han Solo hat natürlich das Herz auf dem rechten Fleck und gewinnt das Herz der Prinzessin mit der drolligen Kopfhörerfrisur. Bei Lichte besehen ist Han Solo selbstredend auch eine Westernikone: der Lonesmoe Rider, der sich aus den Kämpfen zwischen Gesetz und Willkür heraushalten will und am Ende doch in die Hosen steigt und eine, von der patenten Saloondame kräftig geförderte, Läuterung erfährt. Seit Han Solos erstem Auftritt ist ein Vierteljahrhundert in die Prärie gegangen - und der mittlerweile trotz diversen Eskapaden mit potenziellen Töchtern in Ehren ergraute Ford hat zwar (noch) nie einen Oscar gewonnen, dafür aber etwas weitaus Bedeutenderes für das amerikanische Kino geleistet: In seinen besten Rollen hat er auf der Leinwand schnörkellos eine Tradition amerikanisches Selbstverständnisses fortgesetzt, deren mythischen Wurzeln im optimistischen Pioniergeist der Frontierära fussen. Cowboy Harrison reitet in seinen besten Filmen eben auch ohne Pferd dem Sonnenuntergang entgegen.


Quelle: "Der Bund" 30.03.2002

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